Radclub Münster e.V.

Radsport aus Leidenschaft

9 Stunden Rad-Marathon extrem

Von Jens Weiß im Mai 2013

Beste Stimmung vor dem Start (v.l.n.r.): Benne und Jens, Foto: Jens Weiß

Beste Stimmung vor dem Start (v.l.n.r.): Benne und Jens, Foto: Jens Weiß

Der RSC’77 Bimbach (Rhön) hat den zu Pfingsten alljährlich stattfindenden RTF’s und Radmarathons eingeladen. „Pfingsten fährt man in Bimbach“ so die offizielle Werbung des RSC.

Überhäuft mit viel Lob der rennradfahrenden Zunft in Deutschland und im letzten Jahr aufmerksam gemacht worden von unserem Vereinsmitglied Johannes Recker, stand für mich fest: Hier bist du dabei. Und wenn, dann auf der schwersten Strecke: 238 km und knapp 4500 Hm.

Angereist sind am Samstag Uldis Irmejs, Ingo Opitz, Alexander Rüsch, Benedikt Heinermann und meine Wenigkeit.

Am späten Nachmittag haben wir die Startunterlagen abgeholt und sind dann zum Festzelt zur offiziellen Streckenpräsentation. Der Moderator sparte nicht mit Kritik an unseren Medien, was den Radsport betrifft und hatte ausreichenden Galgenhumor für uns alle am morgigen Tag.

Sonntag 19.05.2013 Tag X Wetter: Hochnebel 8°C , tagsüber sonnig bis 20°C

6:00 Uhr Benne und ich auf der Langdistanz

7:00 Uhr Alex : 202km 3400 Hm, Uldis und Ingo : 171km 2500 Hm

Nach dem ersten Kontrollpunkt in Weyers nach 45km und 710 Hm wird der Marathon das, was er verspricht…es gibt keinen härteren in Deutschland. Ab KP2 (90 km) fand ich Anschluß an eine Gruppe, die Benne in dem Moment nicht mitgehen konnte. KP4 (165km) Ich wollte gerade wieder auf’s Rad, da kam Benne und natürlich große Freude auf. Von jetzt fuhren wir die restlichen 73 km und 1000 Hm zusammen. Erst mit einer kleinen Gruppe, die wir in irgendeinem der unzähligen Anstiege ziehen lassen mussten und am KP6 wiedertrafen. Riesige Freude auch noch am KP5 als wir dort Ingo trafen. Da war richtig was los, weil hier wieder alle Strecken zur Kontrolle und Verpflegung ranfuhren. Dann die letzten 25 Kilometer. Eine gute Gruppe…Tempo was die Beine hergaben, auch jetzt noch jenseits der 40km/h!!! Ich war erstaunt, dass das noch so gut ging nach all den Strapazen. Abwechselnd mit Benne vorne im Wind, Gruppe gesprengt und zu dritt erschöpft, erledigt, Ende Aus, überglücklich und gemeinsam ins Ziel gekommen. Meine Fahrzeit: 9 Stunden, 01 Minuten, 09 Sekunden Schnitt: 26,43 Km/h.

Von all den anderen Dingen, die tolle Organisation, die Landschaft, die Grenzerfahrungen usw. möchte ich nichts berichten. Denn wer wissen will, was dieser Marathon ist, was ihn ausmacht…setzt Euch aufs Rad, trainiert dafür, fahrt dort mit. Es lohnt sich wirklich…

Alle RC-ler sind ins Ziel gekommen. Mein Respekt gilt allen und ganz besonders Ingo, der sich auf seiner Strecke noch verfahren hat und einiges an Höhenmetern zusätzlich gebolzt hat.

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