Radclub Münster e.V.

Radsport aus Leidenschaft

Mallorca 2014

Einrolltour im Regen, v.l.: Martin Langenfeld, Uldis Irmejs, Andreas Tschöpe, Foto: K.-H. Althues

Einrolltour im Regen, v.l.: Martin Langenfeld, Uldis Irmejs, Andreas Tschöpe, Foto: K.-H. Althues

Maria erwartet bereits mit ihrem Kleinbus die 13 RCler, die  am Samstag pünktlich auf dem Flughafen der Inselhauptstadt Mallorcas landen, um sie in den Norden der Insel nach Can Picafort zu ihrem Hotel für den einwöchigen Trainingsaufenthalt zu bringen. Den späten Nachmittag nutzen die RCler, um die vorab reservierten Trainingsräder entgegen zu nehmen und ggf. noch notwendige Modifikationen (Sattel, Vorbau) durch den Servicemechaniker des Veranstalters Easy-Tours vornehmen zu lassen.

Der frühmorgentliche Blick am Sonntag aus dem Hotel Can Picafort Palace zeigt einen grau in grau verhangenen Himmel, aus dem es mehr oder weniger kräftig regnet. Daher verschiebt die Gruppe ihren für 10 Uhr geplanten Start für die geplante Einrollrunde. Trotz weiterer Regenfälle startet gegen 13 Uhr ein Sextett zu einer rd. 55 km langen Tour.  Die anderen Clubmitglieder nutzen die Zeit für einen ausgiebigen Strandgang oder weichen in den Fitnessraum des Hotels aus.

Am Aussichtspunkt Mal Pas, Foto: K.-H. Althues

Am Aussichtspunkt Mal Pas, Foto: K.-H. Althues

Am Montag zeigt sich das Wetter von seiner radfahrerfreundlichen Seite. Die Ermita de Betlem nördlich von Arta, gelegen auf rd. 280 Meter Höhe, ist das Tagesziel. Nach einer dortigen Rast im Sonnenschein geht es weiter zum im Osten gelegenen Küstenort Cala Millor. Westlich von Sant Llorenc de Cardassar bei einem „Apfelsinenverpflegungsstopp“ radeln die RCler kilometerlang durch ein landschaftlich reizvolles Gemüseanbaugebiet bis zur MA-3322 und gelangen nach 105 Kilometern zurück zum Zielort.  Abends im Hotel zeigt Uldis Irmejs die mit seiner Helmkamera gefertigten Filmaufnahmen.

Cap Formentor heißt das Tagesziel am sonnigen Dienstag. In Port de Pollenca beginnt der rd. 5 Kilometer lange Aufstieg zum Aussichtspunkt Mal Pas. Anschließend rollt die Gruppe durch Kiefernwälder und später an fantastischen Berghängen entlang. Einige schweißtreibende Höhenmeter durch eine der ursprünglichsten Landstriche Mallorcas sind es noch, dann ist der Leuchtturm am Cap erreicht. Ein grandioser Ausblick ist die verdiente Belohnung. Am Rande des Albufera Nationalparks über Sa Pobla kehrt ein Teil der Gruppe zurück ins Hotel, die andere unternimmt zunächst noch einen Abstecher zum Wachturm Talaia d’Albercutx.

"Königsetappe", Foto: K.-H. Althues

„Königsetappe“, Foto: K.-H. Althues

Bereits am Mittwoch folgt die s.g. „Königsetappe“ in Richtung Sa Calobra.  Zunächst will aber der 579 Meter hoch gelegene Coll de sa Batalla auf 7,9 km Länge bei einer durchschnittlichen Steigung von 5,9  % bezwungen werden. Beeindruckend ist immer wieder das Bild von hunderten von Rennradfahrer/innen, die sich auf der Passhöhe in der dort gelegenen Tankstelle und dem angrenzenden Restaurant versorgen.

Weiter geht die Fahrt entweder zum Kloster Lluc oder für etliche RCler durch die Serra de Tramuntana über die immer wieder herrliche Ausblicke bietende Küstenstraße MA-10 in Richtung Sa Calobra. Zum 682 Meter hoch gelegen Col des Reis wagen sich noch 8 RCler. Die Abfahrt hinunter bis auf Meereshöhe nach Sa Calobra und die Serpentinen wieder hinauf zum Col erklimmen Uldis Irmejs, Martin Langenfeld, Michael Sandner und Andreas Tschöpe.
Was sich am Mittwochabend bereits ankündigte, bestätigt sich am Donnerstag. Das durch  leichten Nieselregen geprägte Wetter nutzen die RCler für einen Ruhetag. Etliche fahren mit dem Bus zu einer Sightseeing-Tour nach Palma und lassen es sich in dem traditionellen Tapasrestaurant „La Cueva“ gut gehen.

Hinterradtausch durch Servicemechaniker Willy, Foto: K.-H. Althues

Hinterradtausch durch Servicemechaniker Willy, Foto: K.-H. Althues

Der Nieselregen des Vortages verstärkt sich am Freitag. Es schüttet morgens wie aus Kübeln. Doch bereits gegen 13 Uhr können die RCler zu ihrer Tour zum Kloster „Mare de Déu de Cura“ auf der Spitze des 548 Meter hohen Randberges aufbrechen. Nach 20 Kilometern Fahrt kurz vor Sineu bricht am Hinterrad des Rennrades von Michael Sandner eine Speiche. An einer Weiterfahrt ist für ihn nicht zu denken. Doch dank des Notfallservices des Radvermieters Easy-Tours, der ein neues Hinterrad herbeischafft, geht die Fahrt nach rund 45 minütiger Unterbrechung weiter. Gegen 16.30 Uhr erreichen die RCler den tafelartigen Randaberg. Bei Sonnenschein und unterstützt durch Rückenwind sowie leicht abschüssigem Straßenverlauf fliegen die RCler  ab Randa über Monturi, Sant Joan bei Geschwindigkeiten von 45- 60 km/h bis Petra. Anschließend geht es über das „Wellenbrett“  MA-3330 bis zur MA-12 nach Can Picafort.

Am Samstag wird die Sonneninsel Mallorca ihren Erwartungen gerecht. Ein strahlend blauer Himmel grüßt die RCler. Einige von ihnen brechen zur  112 km langen Rundtour mit dem Ziel: Ermita Sant Salvador auf. Weitere lassen ihren Trainingsaufenthalt mit einer 55 km langen Runde ausklingen. Sie  steuern Petra mit seinem berühmten Marktplatz, auf dem sich alle im Nordosten befindlichen Radfahrer zu einer Pause bei Mandelkuchen, Cappuccino sowie Apfelsinen treffen, an.

Auf der Hotelterrasse, v.l.: U. Irmejs, M. Langenfeld, E. Grote, J. Recker, Foto: K.-H. Althues

Auf der Hotelterrasse, v.l.: U. Irmejs, M. Langenfeld, E. Grote, J. Recker, Foto: K.-H. Althues

Zurück im Hotel spendiert Oberkellner Jaume den RClern zum Abschluss der sturz- und unfallfrei verlaufenden Ausfahrten das mallorquinische Nationalgetränk Hierbas.

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