Radclub Münster e.V.

Radsport aus Leidenschaft

13 RCler auf den Balearen

Die erste Tour führte zur Ermita de Betlem | Foto: M. Sandner

Die erste Tour führte zur Ermita de Betlem | Foto: M. Sandner

13 RCler machten sich am vergangenen Sonntag auf den Weg zur größten der Balearischen Inseln.
Das Ziel des einwöchigen Trainingsaufenthaltes: Ca`n Picafort auf Mallorca.

Nachdem die vorab reservierten Rennräder des Veranstalters Easy Tours entgegengenommen wurden und einige Radanpassungen getätigt wurden, nutzen die RCler den späten Nachmittag noch für eine kurze Einrolltour über Son Serra de Maria und Sta. Margalida. Das Thermometer zeigt 11 Grad bei bedecktem Himmel.

Am Montag steht bei frischen, aber überwiegend sonnigen 14 Grad die erste längere Ausfahrt auf dem Programm. Die Ermita de Betlem nördlich von Arta, gelegen auf rd. 280 Meter Höhe, ist das Tagesziel. Nach einer dortigen kurzen Rast geht es weiter zum im Osten gelegenen Küstenort Cala Millor. Westlich von Sant Llorenc de Cardassar radeln die RCler kilometerlang durch reizvolle Landschaft und pflücken unterwegs die ersten frischen Orangen direkt an der pittoresken Landstraße. Am Ende der Tour stehen 103 Kilometer und 1198 Hhm auf dem Tachometer.

Kurze Pause nach einem Anstieg | Foto: M. Sandner

Kurze Pause nach einem Anstieg | Foto: M. Sandner

Der frühmorgentliche Blick am Dienstag aus dem Hotelfenster zeigt einen bedeckten Himmel mit Nieselregen. Die RCler entscheiden sich dafür, den Ruhetag vorzuverlegen. Etliche fahren mit dem Bus zu einer Sightseeing-Tour nach Palma und lassen es sich in dem traditionellen Tapasrestaurant „La Cueva“ gut gehen, ein RC Trio verbringt den Tag u.a. im Nationalpark bei Alcudia.

Schon am Dienstagabend verheißt der Blick auf das Regenradar einen weiteren Zwangsruhetag für den Mittwoch. Und das Regenradar sollte Recht behalten. Es schüttet unaufhörlich wie aus Kübeln. Selbst für eine kurze Flachetappe bietet sich keine Gelegenheit. So besuchen einige RCler die Cafés von Ca`n Picafort und treffen überraschenderweise bei einem traditionellen „Café con leche“ befreundete Rennradler von Grün-Weiß Albersloh.

Die darauffolgenden Tage meint der Wettergott es gut mit den RCler. Das Thermometer klettert auf rennradfahrerfreundliche 16 Grad und Sonne. In zwei Leistungsgruppen rollt die eine Gruppe am Mittwoch u.a. Richtung Algaida zurück über Petra mit seinem berühmtem Marktplatz, wo sich Rennradler aus allen Richtungen kommend zu Mandelkuchen und Cappuccino treffen. Ein RC Quintett macht sich auf die Runde über Orient mit rund 115 Kilometern und 1073 Hhm. Orient ist ein im Osten der Serra de Tramuntana gelegenes Bergdorf  auf einer Höhe von rund 500 Metern.

Am Krawattenknoten von Sa Calobra | Foto: M. Sandner

Am Krawattenknoten von Sa Calobra | Foto: M. Sandner

Am Freitag bezwingen Antje Lübeck, Uldis Irmejs, Martin Langenfeld und Michael Sandner die „Königsetappe“ in Richtung Sa Calobra mit dem berühmten Krawattenknoten. Die Abfahrt geschieht rasant, der Aufstieg der Serpentinenstrecke mit 12 Haarnadelkurven ist umso schweißtreibender. 130 Kilometer und rund 2026 Hhm hatte das Quartett am Ende des Tages „in den Beinen“.
Die andere Gruppe nimmt den Abzweig Richtung Kloster Lluc und genießt auf den gut asphaltierten Straßen die Ausblicke der herrlichen Landschaft.

Der Leuchtturm Cap Formentor ist das Tagesziel der letzten Tour am Samstag. Bei fast 20 Grad und Sonne begibt sich die Gruppe zunächst geschlossen in Richtung Aussichtspunkt Mal Pas. Die Straße zum Cap Formentor wurde frisch asphaltiert und ist nun sehr gut zu befahren. Warum der Tunnel noch immer nicht beleuchtet wurde, ist allen RClern ein Rätsel. Die Durchfahrt ist und bleibt ein Abenteuer. Ein grandioser Ausblick am Leuchtturm auf kristallklares Meerwasser ist die willkommene Belohnung für eine steile Anfahrt.

Pause am Wachturm Talaia d’Albercutx | Foto: M. Sandner

Pause am Wachturm Talaia d’Albercutx | Foto: M. Sandner

Ein Teil der Gruppe fährt nach dieser beeindruckenden Ausfahrt zurück zum Hotel, ein Quintett unternimmt zunächst noch einen Abstecher zum Wachturm Talaia d’Albercutx, um dann nach Cala de Sant Vicenc weiterzufahren. 100 Tageskilometer und 1143 Hhm zeigte der Tacho der fünf RCler.

Nach rund 500 gefahrenen Kilometern und ca. 5800 Höhenmetern kehren die RCler am Sonntag Mittag sturz- und plattenfrei wieder zurück in’s kühle, windig-nasse Münsterland.

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