Radclub Münster e.V.

Radsport aus Leidenschaft

Alb Extreme – der Schwäbische Haifischzahnprofil-Radmarathon

Alb Extrem: Ulli, Steffi, Franz | Foto: W. Helbig

Alb Extrem: Ulli, Steffi, Franz | Foto: W. Helbig

von Stefanie Djalek und Wolfgang Helbig

Am 25. Juni nahmen 3 RCler (Steffi, Ulli und Wolfgang) und der „schnelle Mallorca-Franz“  am 34. Alb Extrem Radmarathon in Ottenbach teil.
Angeboten wurden 3 Strecken (177km/3.000Hm, 255km/4.500Hm und 315km/6.000Hm) durch die schwäbische Alb.
Wir 4 entschieden uns für die „Midsize-Strecke“ von 255km, welche im gesetzten Zeitlimit (Start 05:30 Uhr; letzte Zielwertung um 19:00 Uhr) noch gut zu schaffen ist.
Nachdem wir morgens fast den Start verpasst hatten – lag es am Bier vom Vorabend?? oder an den vielen Schildern im Ort, die die beiden Startmöglichkeiten (A oder B) ausschilderten- ging es bei optimalen Wetterbedingungen direkt ab Ottenbach knackig zur Sache:
3 Steigungen mit bis zu 20% Steigung zeigen, warum dieser Radmarathon den Zusatz „Extrem“ trägt und ziehen schon mal ordentlich Körner aus den Beinen. Bei der ersten Pause nach 68km hat man dann auch schon einen schweren Teil der Tour hinter sich. Anmerkung von Franz, als es mal wieder in eine steile Rampe ging: „wie schön wär doch jetzt ein geschmeidiger Anstieg wie am Col de Sollér!“

Alb Extrem: Die Strecke. | Foto: W. Helbig

Alb Extrem: Die Strecke. | Foto: W. Helbig

Im mittleren Teil der Tour wird es dann etwas moderater. Die Steigungen zwischen 5-10% sind gut zu bewältigen. Auf den Höhen machte uns allerdings strammer Gegenwind zu schaffen – da wir kein Hauptfeld als Windschatten nutzen konnten, war Teamwork in unserer kleinen Gruppe angesagt.
Nach etwa 230km (letzte Verpflegungsstation) stellten sich dann im letzten Teil noch 2 steile Rampen von 16% bzw. 12% den Radlern entgegen, die vermutlich aus „extremen Gründen“ eingebaut wurden und nach fast 4.000Hm mit Haifischzahnprofil noch mal alles von den Sportlern forderten.
Gegen 18:00 Uhr waren wir vier wohlbehalten und glücklich im Ziel angekommen.
Insgesamt nahmen 3300 Starter teil, von welchen 2541 bis zum Zielschluss im Ottenbacher Buchs ankamen, darunter 290 Frauen.

Alb Extrem: Steffi, Ulli, Franz, Wolfgang | Foto: W. Helbig

Alb Extrem: Steffi, Ulli, Franz, Wolfgang | Foto: W. Helbig

Die große Schleife über 313 Kilometer absolvierten 108 Finisher, die „Midsize“ 255km Strecke bewältigten 456, und die Kurzdistanz über 177 km beendeten 1977 Fahrer.
Die Teamwertung der 34. Auflage gewannen mit der besten Platzziffer aus Teilnehmer und Gesamt-Kilometerleistung die Südschweden (46 Finisher), vor der Festo BSG Rad (48) und den  Bad Boller Rollern (45). Ein schönes Ergebnis, da wir alle vier inkognito als „Südschweden“ im Marathon gestartet waren und so ganz entscheidend den knappen Sieg mitgestaltet hatten.

Fazit:
– Anspruchsvolle Tour, da man nie einen echten „Rhythmus“ findet – es ist nie flach und in den Anstiegen wechseln die Steigungen häufig. Für die z.T. längeren Passagen jenseits der 12%-Steigungen lohnt sich eine Übersetzung 34/30 auf jeden Fall.
– Die Schwäbische Alb mit ihren „Steigen“ bietet viele schöne Panoramablicke.
– Auch die Verpflegung ist sehr gut – die Maultaschen am Vorabend der Veranstaltung sollte man nicht verpassen. Nur Kaffee gab’s zu wenig an den verpflegungspunkten….

Empfehlenswert für alle konditionsstarken Bergziegen und solche, die es werden wollen.

Stefanie Djalek und Wolfgang Helbig

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