Radclub Münster e.V.

Radsport aus Leidenschaft

RTF Saisonabschluss in Haltern am See

17. Oktober 2017 von Karl-Heinz Althues

Morgendliche Herbstfrische empfing einige Hundert Rennradler/innen beim traditionellen RTF Saisonabschluss in Haltern am See. Für den RC starteten bei der bereits zum 31. Mal ausgerichteten RTF Matthias Grothues, Manfred Althues, Eduard Grote, Johannes Recker und Karl-Heinz Althues. Das Trio mit Eduard, Johannes und Karl-Heinz wollte die Saison moderat ausklingen lassen. Sie meldeten für die 71 km lange Strecke durch die bewaldeten Hügellandschaften von Haard und Hohe Mark.

Johannes, Karl-Heinz und Ede an der 1. Kontrollstation, Foto: RC Münster

Matthias und Manfred gingen ambitioniert bei noch ruppigen 9° C auf die 112 km lange Rundtour. Ihre durchschnittliche Geschwindigkeit lag bei knapp 32 km/h. Die Qualität der Streckenbeläge erinnerte zuweilen an die Kopfsteinpflasterpassagen der Frühjahrsklassiker. Häufig mussten die RCler unvermittelt auftretenden tellergroßen Schlaglöchern ausweichen. Die landschaftlichen Schönheiten während der Tour, ein TOP-Verpflegungsangebot sowie zwischenzeitlich strahlender Sonnenschein bei 21 °C im Zielbereich der Hauptschule an der Holtwicker Straße entschädigten für die „rumpeligen“ Straßenbeläge.
Matthias und Manfred ließen sich jeweils drei RTF-Punkte für ihre Leistung auf den Wertungskarten gutschreiben. Mit jeweils genau 50 gesammelten RTF-Punkten dürften sie bei der vereinsinternen RFT-Punktewertung Spitzenplätze belegen.
Alle RTF-Rennradler/innen, die die vom BDR vorgegebenen Mindestpunktzahlen erreicht haben, geben ihre Wertungskarte bitte bis zum 20.10.2017 an Barbara Severin zurück.

Immer wieder samstags

15. Oktober 2017 von Karl-Heinz Althues

Thomas Hagenberger und Martin Langenfeld in „kurz“, „kurz“; Foto: K.-H. Althues

Jeweils samstags um 13.30 Uhr starten die Rennradler/innen des RC als Teil ihres „Winterprogamms“ ab Feuerwehrplatz an der Hofstraße zu ihrer Rundtouren. Als durchschnittliche Geschwindigkeit sind 28 km/h gesetzt. Die Streckenlänge ist den Witterungsverhältnissen entsprechend angepasst.
Am vergangenen Samstag führte die Runde bei bestem Herbstwetter bis zum Kurricker Berg, der mit 8% einen knackigen Anstieg aufweist. Von der über 100 Meter hohen Erhebung zwischen Bockum-Hövel und Walstedde lohnt  ein phantastischer Ausblick bis ins Sauerland. Die acht teilnehmenden RCler verlängerten wegen der hervorragenden Wetterbedingungen die Rundtour durch  einen Schlenker über Sendenhorst, so dass die Ausfahrt erst nach 70 Kilometern im Eiscafé Misurina endete.

Qualifizierung zum Rennrad Guide erfolgreich abgeschlossen

11. Oktober 2017 von Michael Sandner

Theoretischer Unterricht bei der Qualifizierung zum Bike Guide | Foto: Bike4passion

Theoretischer Unterricht bei der Qualifizierung zum Bike Guide | Foto: Bike4passion

Markus Lindemann und Michael Sandner dürfen sich nun offiziell zertifizierter „Rennrad Guide“ nennen. Beide Teamleiter des Radclubs Münster haben sich in der Eifel zum „Rennrad Guide“ qualifizieren lassen und die schriftliche Abschlussprüfung erfolgreich bestanden.

In 24 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten wurden die Teilnehmer drei Tage lang in Theorie und Praxis des Führens von Rennradgruppen durch ein kompetentes Referententeam, organisiert und koordiniert von Bike4passion, geschult.

Ein Schwerpunkt der Schulung lag bei der Organisation und dem Führen von Rennradsportgruppen. Die Teilnehmer definierten, welche Rolle sie als Rennrad Guide inne haben. Sie sind u.a. Streckenplaner, Sicherheitsbeauftragter, Motivator, Streckenkenner, Pausenmanager, Wetterfrosch, Vorausfahrer, Teamleiter, Windschattengeber und gelegentlich auch Sündenbock, wenn denn etwas schief laufen sollte.

Markus Lindemann (links) beim praktischen Unterricht | Foto: bike4passion

Markus Lindemann (links) beim praktischen Unterricht | Foto: bike4passion

Bei der Tourenplanung stand u.a. die Umplanung einer Tour sowohl anhand der klassischen Karte als auch mit Hilfe von Navigationssoftware auf dem Programm. Fingiert machte eine Geröllpassage eine schon ausgearbeitete Tour in der Eifel plötzlich unpassierbar. Gruppe A musste nun anhand von Kartenmaterial umplanen. Hier hieß es Wegekarten, Maßstab und Höhenmeter „analog“ zu lesen und auch den Zirkel bzw. das Lineal anzulegen. Gruppe B durfte „digital“ an die Aufgabe herangehen. Nach kurzer Einweisung in die Software „Basecamp“ wurde die Tour digital umgeplant. Nachmittags mussten beiden Gruppen die Strecke und die Umplanung abfahren. Hier waren vor allem Kartenlese- und Roadbookkenntnisse in fremdem Terrain gefordert. Zudem erschwerte die einsetzende Dunkelheit das Lesen der Routeninformationen. In Teamarbeit wurde die Aufgabe aber gut bewerkstelligt und alle kamen ohne Panne und ohne sich zu verfahren zum Schulungshotel zurück.

Beim Thema Vermeidung von Pannen und Unfällen wurde noch einmal deutlich, wie wichtig das Geben von Handzeichen beim Gruppenfahren sowie der vorherige Materialcheck des Rennrades ist, um die Sicherheit  zu garantieren.

Auch die Änderungen der Straßenverkehrsordnung wurden im wahrsten Sinne  des Wortes „beleuchtet“. Seit dem 1. Juni 2017 gilt eine neu überarbeitete Fassung der lichttechnischen Vorschriften für Fahrräder, die hauptsächlich im § 67 der StVZO (2017) geregelt sind. Wesentliche Änderungen zur Beleuchtung beim Rennrad findest Du hier.

Die Qualifizierung zum Rennrad Guide bot eine Fülle an Themen, die für den Radclub Münster vor allem bei den (Trainings-)Ausfahrten von Belang sind.

Die umfangreichen Schulungsmaterialien | Foto: Bike4passion

Die umfangreichen Schulungsmaterialien | Foto: Bike4passion

Hier der Überblick der Schulungseinheiten:

  • Organisation und Führen von Radgruppen
  • Radfahren in der Gruppe
  • Umgang mit heterogenen Trainingsgruppen
  • Grundlagen der Trainingslehre
  • Moderne Trainingssteuerung
  • Tourenplanung (Ortskunde, Umgang mit Karten/GPS)
  • Ernährung im Radsport
  • Bike Fitting in Theorie und Praxis
  • Typische Radfahrer-Probleme vermeiden (Knie, Rücken, Nacken, eingeschlafene Finger/Zehen)
  • Verkehrsrecht (Deutschland / Österreich / Italien / Spanien / Ausland)
  • Verhalten bei Unfällen
  • Materialkunde / Pannenhilfe
  • Rechtliche Absicherung
  • Versicherungsschutz

Anbieter der Qualifizierung: Bike4passion

Münsterland Giro 2017

10. Oktober 2017 von Bernhard Franzkowiak

Zieleinlauf Jan, Markus und Wolfgang, 125 km
Bild sportograf

Vier Frauen und 21 Männer des RC nahmen am Dienstag bei guten Wetterbedingungen die Rundstrecken des diesjährigen Giros durch den Kreis Warendorf unter ihre Rennradreifen. Trotz des frühen Morgens ließen die Temperaturen im unteren zweistelligen Bereich normale Radkleidung zu.
Jeweils sechs RCler/innen hatten für die 65 km-Strecke und die 125 km-Strecke gemeldet. Die andere Hälfte hatte sich für die 95 km-Strecke entschieden. Alle erreichten ohne Unfall das Ziel. Allerdings konnten anscheinend einige Fahrer des ersten Startblocks beim 95 km-Rennen ihren Ehrgeiz nicht zügeln, so dass kaum 300 m nach dem Start schon die ersten auf der Straße lagen.

Die Strecken führten alle durch ein Terrain, das durch die Trainingsfahrten allen RClern/innen wohl bekannt waren: Wolbeck, Alverskirchen, Sendenhorst, Telgte, Ostbevern, Gelmer, Sprakel. Überall, auch in den Bauernschaften, standen begeisterte Zuschauer an der Straße, die mit viel Lärm und Applaus die Fahrer anfeuerten.
Bergspezialisten kamen in diesem Jahr nicht auf ihre Kosten, hatten doch die Planer der Strecken alle Anstiege, die auch im Kreis Warendorf stellenweise zu finden ist, für die Jedermänner gründlich vermieden. Widerstand setzte nur der Wind den Pedaleuren entgegen, wenn es gen Südwesten ging.
Natürlich geht es zuerst einmal um das Dabeisein bei so einer großen Veranstaltung, doch sieht man sich die gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten an, so können alle RCler/innen mit ihren Leistungen äußerst zufrieden sein. Allerdings taten sich auch in diesem Jahr wieder die Frauen besonders hervor. Die beste Platzierung erreichte Valerie in der AK Master 1 mit einem zweiten Platz. Sie fuhr die 95 km in einer Zeit von 02:29:36 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 38 km/h. Nicht minder großartig war die Leistung von Stefanie über 125 km. Mit einer Zeit von 03:15:04 und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 38 km/h belegte sie in AK Master 1 den vierten Platz. Herzliche Glückwünsche Valerie und Stefanie!
Jan, Wolfgang und Markus gingen den Kurs gemeinsam an und fuhren nach 125 km mit einer Zeit von 03:04:06 geschlossen über die Ziellinie. Sie konnten sich über einen Schnitt von 40,76 km/h freuen.
Mit einem Schnitt von über 35 km/h fuhren auch die meisten Starter im 65 km- und 95 km–Rennen über die Ziellinie
Auf dem Schlossplatz trafen sich dann die Clubmitglieder und tauschten sich über ihre Rennerlebnisse und Rennergebnisse aus. Auch am späten Nachmittag waren viele RCler vor Ort, um sich das rasante Finale mit dem äußerst knappen Zieleinlauf der Profis nicht entgehen zu lassen.
Der 3. Oktober war mal wieder ein toller Radsporttag.